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S. B. Sasori: Der Sodomit

Donnerstag, April 03, 2014






Titel:  Der Sodomit
Autorin: S.B. Sasori
Genre: Gay Romance, Historisch
Seitenzahl: 312
Verlag: Weltenschmiede
Erschienen am: 17. März 2014
Preis: 6,99€ (E-book) und 12,90€ (Broschiert)
Meine Wertung: 5 Blumen

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Ungarn im 15. Jahrhundert. Mihály Szábo ist Arzt im Dienste König Matthias Corvinus. Der Wissenschaft verpflichtet kämpft er nicht nur gegen die Pest, sondern auch gegen den Vorwurf der Ketzerei.
Als ein junger Mann wegen seines Buckels halb totgeschlagen wird, sieht sich Mihály als Arzt und als Mann herausgefordert. Er kümmert sich um "das Hexenbalg" und macht es sich zur Aufgabe, seine Entstellung zu richten. Doch während der schmerzhaften Prozedur kehren Gefühle zurück, die besser im Verborgenen geblieben wären ...
       
 "Zwei Fliegen umkreisten den Stumpf."

Mihály, ein Arzt im Dienste des Königs und Josias, der durch seinen Buckel einiges zu erleiden hat finden durch ein Unglück zueinander.
Doch Mihály entwickelt Gefühle für den Jungen und versucht diese zu verbergen, was nicht leicht ist, vor allem da ihm Neider, durch sein hohes Ansehen beim König und sein können als Arzt, nicht grade freundlich gesinnt sind...

Das Cover passt gut zu Handlung, hat die Grafik doch eine düstere Atmosphäre und auch das wenige, was man an Umgebung sieht, passt einfach zu der damaligen Zeit, des 15. Jahrhunderts.

Schon am Anfang merkt man was auf einen zu kommt und wie düster alles beschrieben ist. Die Beschreibungen von dem ganzen Dreck und den Tätigkeiten, denen Mihály als Arzt nach gehen muss, haben mir so manches mal einen Schauer über den Rücken jagen lassen. So ist alles sehr Realitätsnah beschrieben und man hat eine gute Vorstellung von der damaligen Zeit.

Mihály ist ein ziemlich erfolgreicher Arzt und ist deshalb nicht nur beim König hoch angesehen, auch die Bevölkerung schätzt ihn sehr, hat er doch den Ruf, so gut wie jedes Gebrechen heilen zu können. Er ist ein von Natur aus wissbegieriger Mensch und möchte alles über die menschliche Anatomie wissen, was teilweise auch der Grund ist warum er ein so guter Arzt ist und ich mir manchmal wirklich dachte an ihm könnten sich einige Charaktere im Buch wirklich mal eine Scheibe abschneiden, insbesondere die studierten Doktoren, die eigentlich keine Ahnung von wirklichen Krankheiten haben.
Josias hat einen Buckel und wird daher auch nicht besonders gut von der Gesellschaft behandelt, andauernd wird er drangsaliert und als Teufelsbalg beschimpft.
Bei ihm hat man sofort gemerkt wie rein, unschuldig, manchmal schon kindlich und was für ein Herzensguter Mensch er ist. Und dann hat er auch noch ein bewundernswert starken Willen, der ihm in einigen Situationen zu gute kommt.
Um so einen Charakter muss man sich einfach Sorgen machen und hofft, dass für ihn alles gut endet.

Die extremen Gegensätze haben für mich den besonderen Reiz der Geschichte aus gemacht. Auf die harten Zeiten mit Krankheiten wie der Pest, Hexenverbrennungen und wo jeder nur auf seinen eigenen Ruhm oder Nutzen bedacht ist und jeder einen anderen gerne aussticht kommen so herzensgute Menschen wie Sandra, Mihály und Josias.
Oftmals war ich fassungslos wie die Menschen damals gedacht haben und so ziemlich alles Gott oder auch dem Teufel in die Schuhe geschoben haben. Das bekommen auch Josias und Mihály zu spüren.
Aber es war auch spannend bis zum Schluss.

Die extremen Gegensätze in dieser Geschichte haben mich begeistert und die Spannung im Buch hat mich die ganze Zeit am lesen gehalten.
Trotzdem ist dieses Buch keine leichte Kost gewesen und damit auch kein Buch das man mal eben so zwischen durch lesen kann.
Aber mir hat es sehr gefallen.

Idee: 5/5
Aufbau/Verlauf der Story: 5/5
Emotionen: 5/5
Spannung: 5/5
Charaktere: 5/5
Ende: 4,5/5
Schreibstil: 5/5

Gesamt:
5 von 5 Blumen



Swantje über sich:
 Unter dem Namen S.B. Sasori schreibe ich Romane, in denen sich der Held nicht in die Prinzessin, sondern in den Prinzen verliebt. Das ist in guten Geschichten genauso wie im Leben; Liebe ist nicht berechenbar und man sollte sie daher nicht in eine bestimmte Richtung zwingen. Da ich Märchen und Sagen liebe, bleibe ich auch bei diesen Geschichten meiner Liebe zur Fantasy treu.

 ...dem Weltenschmiede Verlag und der Autorin, Swantje Berndt, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.



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